Johannes Kunz
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Hoi An mit My Son und Ba Na

Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert war Hoi An ein aufstrebender, internationaler Handelshafen für chinesische, holländische, französische, japanische, portugiesische und arabische Kaufleute. Diese Leute kamen vorzugsweise um mit hochwertiger Seide, die immer noch in dieser Gegend hergestellt wird und mit Keramik zu handeln. Heute ist Hoi An eine hübsche, altertümliche Stadt am Fluss und bei den Besuchern wegen ihrer vielseitigen Architektur, ihrer Schneider und ihrer zahlreichen Cafés beliebt. Einige von den Gebäuden in den engen Straßen sind seit mehr als einem Jahrhundert unverändert geblieben.

Was mir besonders an Hoi An gefallen hat waren die sich eng windenden Straßen des Altstadtviertels und die Chua Ong Pagode, die Chinesischen Sitzungssäle, das 200 Jahre alte Tam Ky Ahnenhaus und besonders die Japanische Brücke. Hoi An wurde ebenfalls von der Unesco als Weltkulturerbe ausgezeichnet. Besonders die Gegend rund um die japanische Bruecke ist empfehlenswert, ganz besonders am Abend, wenn die Teiche beleuchtet sind und man dort in legerer Atmosphaere gut und auch preiswert zu abend essen kann. Okay ich sag mal so, es ist nicht unbedingt ein Muss sich hier einen Anzug, einen Kimono oder aehliches zurechtschneidern zu lassen- jedoch Tatsache ist, dass Hoi An nun mal gerade dafuer beruehmt ist- die Preise dafuer sind wirklich billig und wenn man schon mal dort ist warum nicht.

Was in Hoi An wie in anderen Gegenden in Vietnam oft laestig ist, ist dass man oft von irgendwelchen Leuten angespochen wird, die einem was auch immer verkaufen wollen- da sitzt man gemuetlich in ner Kneipe und trinkt ne Cola oder einen Kaffee und der Typ fragt dich 10 mal, ob du die Sonnenbrille abkaufen willst- so ist das manchmal in Vietnam.

Touristisch gesehen kann man in Hoi An abgesehen von Pensionen oder Guesthouses das Victoria Hoi An Beach Resort empfehlen. Von Hoi An kann man auch die folgenden beiden Tagesausfluege nach My Son und zum Berg Ba Na unternehmen.

Ein Tip : In Hoi An wohnt der Thomas Weingaertner, ein Bekannter von mir, der mit einer Vietnamesin verheiratet ist und mittlerweile auch Touren (eintaegige bis mehrtaegige mit dem Motorrad) oder auch einen Kochkurs seiner Frau anbietet- das Erlebnis ist sicher authentisch und wenn ich wieder in der Gegend bin werde ich ihn sicherlich empfehlen! Hier ist der Link auf seine Website : http://www.8ung.at/thomas_vn/
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Ba Na

Ba Na ist 1.048 Meter über dem Meeresspiegel und ca. 1 1/2 Stunden von Hoi an entfernt in den Truong Son Bergen gelegen. Ba Na war in den 1920er Jahren ein französisches Ressort, das sich einst mit 200 Villen, Restaurants und Clubs rühmen konnte. Mit seinem milden Klima, unberührten Wäldern und spektakulären Ausblicken über das Südchinesische Meer und die Laoberge war Ba Na ein beliebter Rückzugsort sowohl für Franzosen als auch für reiche Vietnamesen. Heutzutage zieht die Gegend immer noch Einheimische und gleichgesinnte Touristen an, obwohl es einen besonderen Aufwand und einen 4WD benötigt um nach Ba Na zu gelangen, da die Straßen sehr rau sind.

My Son

Der 60 km von Hoi An entfernte Ort My Son gilt als das am besten erhaltene Cham Zentrum Vietnams. My Son ist die ehemalige Hauptstadt der alten Cham Zivilisation, die vom zweiten bis zum dreizehnten Jahrhundert in Zentralvietnam herrschte. Ihre Religion ist vorwiegend vom indischen Hinduismus abgeleitet, obwohl die Turmstrukturen, wie in Angkor Wat auch, den ehemaligen göttlichen Monarchen selbst gewidmet sind. Der Komplex besteht aus sieben hindu-ähnlichen Türmen und Tempeln, die aus dem siebten Jahrhundert stammen. Diese Stätte ist ein Muss für jeden, der an Architektur und alten Zivilisationen interessiert ist und gehört zu den fünf Weltkulturerbestätten in Vietnam.

Achtung!: Die Gegend um My Son wurde waehrend des Vietnam Krieges heftig bombardiert- in dieser Gegend gibt es auch heute noch etliche Minen, weshalb man unbedingt auf dem Weg bleiben soll- man liest immer wieder in der Zeitung von Unfaellen, die hier in der Gegend passieren!