Johannes Kunz
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Cu Chi Tunnel System und Cao Dai

Wenn man in Saigon ist sollte man auf jeden Fall einen Ausflug zum Cu Chi Tunnelsystem machen, welches im Vietnamkrieg vielfachen Nutzen hatte. In Saigon bieten etliche Reiseveranstalter zu einem guenstigen Preis einen Ausflug zum Cu Chi Tunnelsystem an, fuer das man einen halben Tag einplanen sollte- viele Anbieter bieten das ganze aber auch in Kombination mit einem Ausflug zur Cao Dai Sekte als Tagesausflug an. Man verlaesst Saigon und faehrt durch eine interessante, malerische Landschaft, bevor man in Cu Chi ankommt. Bevor man sich zu den Tunneln begibt, bekommt man einen kurzen Einführungsfilm gezeigt, in dem man sieht, wie die Tunnel gebaut wurden. Danach beginnt man mit der Erkundung des Tunnellabyrinths. Ausgestellt sind auch zahlreiche Menschenfallen und die Überreste eines amerikanischen Tankers, genauso wie zahlreiche Bombenkrater, die von 500 Pfund Bomben stammen die von B52 Bombern abgeworfen wurden.

Zu seiner Blütezeit erstreckte sich das Tunnelsystem über mehr als 250 km von Saigon bis zur kambodschanischen Grenze und besaß drei Ebenen. Das Netzwerk beinhaltete unzählige Falltüren, speziell gebaute Wohnbereiche, Lagereinrichtungen, Waffenfabriken, Feldkrankenhäuser, Kommandozentralen und Küchen. Man bekommt auch in der unterirdischen Kueche einen Tee und einen kostenlosen Snack serviert. Die heutigen verbliebenen Tunnel sind eine Haupttouristenattraktion, die dem Besucher eine einmalige Erfahrung und einen Einblick in das Untergrundleben zur Zeit des Amerikanischen Krieges erlaubt. Die Tunnel wurden zum Glueck verbreitert (ansonsten wäre es nicht möglich sie zu betreten!). Es ist auch sehr eng in den Tunnel, gerade fuer grosse Leute oder solche, die unter Klaustrophobie leiden ist es nicht einfach dort reinzugehen und ein Stueck weit auch im Tunnelsystem zu gehen/ kriechen. Für diejenigen, die interessiert sind, besteht die Möglichkeit mit der AK47 oder der MK16 am Waffenstand zu schießen. Allerdings ist dies dann doch ein etwas makabres Vergnuegen und angesichts der Geschichte finde ich das mehr als geschmacklos. Angeblich sollen die alten Holzziele den US Marines ähneln...

Tay Ninh, nahe der kambodschanischen Grenze, ist Heimat der einzigartigen Cao Dai Sekte, deren Patrone unter anderem Johanna von Orleans, Victor Hugo und Winston Churchill waren. Die Religion ist ein vielseitiger Mix aus westlichen und östlichen Religionen und es ist auf jeden Fall interessant, dort vorbeizuschauen- ich muss ganz ehrlich sagen- mich hat das ganze nicht unbedingt vom Hocker gerissen, aber sehenswert ist es allemal.