Sicherheit
Vietnam wurde kürzlich zu einem der sichersten Reiseziele
der Welt gewählt. Frauen und Alleinreisende fanden es mühelos
und leicht durch das ganze Land zu reisen. Vereinzelte Fälle
von Diebstahl und Handtaschenraub kommen in Hanoi weitaus weniger
vor als in Ho Chi Minh City.
Küche
Das typische vietnamesische Essen besteht aus Reis oder Nudeln
mit Suppe, etwas gegrillter Einlage und dazu ein Hauptgang.
Es wird Wert darauf gelegt, gemeinsam zu essen. Die einzelnen
Mahlzeiten sind gewöhnlich nicht sehr würzig, werden
aber durch Chilli-, Fisch- oder Sojasauce ergänzt. Das
traditionelle vietnamesische Frühstück ist eine Pho
– eine große Schüssel Reisnudeln mit ein wenig
geschnetzeltem Rind- oder Hähnchenfleisch, überbrüht
mit einer würzigen Gemüse- oder Fleischbrühe
und garniert mit Koriander und Bohnensprossen.
Natürlich unterscheidet sich die Küche der drei Hauptregionen
Nord, Mittel- und Süd-Vietnams. Allgemein ist der Norden
bekannt für seine Nudelsuppen mit den Fleisch oder Meeresfruchteinlagen.
Die Zentralregion um Hue hat etwas feinere Speisen. Im Süden
dagegen, wo es eine etwas größere Auswahl an Gewürzen
gibt, ist es entsprechend schärfer. Mit einer Küstenlänge
von mehr als 3000 Kilometern sind die Meeresfrüchte natürlich
entsprechend frisch und abwechslungsreich. Krabben, Shrimps,
Flusskrebse und Tintenfische sind reichlich vorhanden, gar nicht
zu sprechen von den hunderten verschiedenen Arten von Meeresfischen.
Menschen
Die Mehrheit der Landesbevölkerung besteht aus den Viet
oden Kinh (85%) Menschen, die die Lautsprache Vietnamesisch
sprechen. Die Minderheit in der Bevölkerung besteht aus
etwa 50 ethnischen Bergvölkern, die hauptsächlich
in den Zentralbergen der Mitte des Landes oder im bergigen Norden
leben. Die bekanntesten Bergstämme sind die Tay, Hmong,
Zao, weißen und schwarzen Thai (beide hauptsächlich
aus dem Norden), und den Hoa. Jeder Bergstamm hat seine eigenen
Bräuche und Dialekte und einige sprechen auch Vietnamesisch.
Sprache
Vietnamesisch, die offizielle Sprache, ist eine tonale Sprache,
die mit Kambodschas offizieller Sprache, dem Khmer, verglichen
werden kann. Jede Silbe kann mit sechs verschiedenen Tönen
kombiniert werden, so dass sich die Bedeutung ändert und
es Ausländern schwer fällt sich auf die Sprache einzulassen.
Es gibt aber auch andere Sprachen, die in Vietnam gesprochen
werden. Dazu gehört unter anderem Chinesisch, Khmer, Cham
und andere Sprachen, die vor allem bei den Bergvölkern
gesprochen werden. Obwohl es einige Ähnlichkeiten mit anderen
südost-asiatischen Sprachen gibt, wie beispielsweise Chinesisch,
wird vietnamesisch doch als eine eigenständige Sprachgruppe
begriffen, obwohl sie mit zur austro-asiatischen Sprachfamilie
gehören.
In geschriebener Form benutzen die Vietnamesen das römische
Alphabet und versehen die einzelnen Buchstaben mit Lautzeichen.
Dieses System des Schreibens bezeichnet man als Quoc Ngu, das
von einem katholischen Priester im 17. Jahrhundert entwickelt
wurde damit man seine Schriften lesen konnte. Wahrscheinlich
hat dieses System, vermutlich teilweise nach dem Ersten Weltkrieg,
die chinesischen Chu Nom-Zeichen ersetzt, die bis dahin jahrhundertelang
die inoffizielle Schriftform war.