Johannes Kunz
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Sicherheit
Vietnam wurde kürzlich zu einem der sichersten Reiseziele der Welt gewählt. Frauen und Alleinreisende fanden es mühelos und leicht durch das ganze Land zu reisen. Vereinzelte Fälle von Diebstahl und Handtaschenraub kommen in Hanoi weitaus weniger vor als in Ho Chi Minh City.

Küche
Das typische vietnamesische Essen besteht aus Reis oder Nudeln mit Suppe, etwas gegrillter Einlage und dazu ein Hauptgang. Es wird Wert darauf gelegt, gemeinsam zu essen. Die einzelnen Mahlzeiten sind gewöhnlich nicht sehr würzig, werden aber durch Chilli-, Fisch- oder Sojasauce ergänzt. Das traditionelle vietnamesische Frühstück ist eine Pho – eine große Schüssel Reisnudeln mit ein wenig geschnetzeltem Rind- oder Hähnchenfleisch, überbrüht mit einer würzigen Gemüse- oder Fleischbrühe und garniert mit Koriander und Bohnensprossen.

Natürlich unterscheidet sich die Küche der drei Hauptregionen Nord, Mittel- und Süd-Vietnams. Allgemein ist der Norden bekannt für seine Nudelsuppen mit den Fleisch oder Meeresfruchteinlagen. Die Zentralregion um Hue hat etwas feinere Speisen. Im Süden dagegen, wo es eine etwas größere Auswahl an Gewürzen gibt, ist es entsprechend schärfer. Mit einer Küstenlänge von mehr als 3000 Kilometern sind die Meeresfrüchte natürlich entsprechend frisch und abwechslungsreich. Krabben, Shrimps, Flusskrebse und Tintenfische sind reichlich vorhanden, gar nicht zu sprechen von den hunderten verschiedenen Arten von Meeresfischen.

Menschen

Die Mehrheit der Landesbevölkerung besteht aus den Viet oden Kinh (85%) Menschen, die die Lautsprache Vietnamesisch sprechen. Die Minderheit in der Bevölkerung besteht aus etwa 50 ethnischen Bergvölkern, die hauptsächlich in den Zentralbergen der Mitte des Landes oder im bergigen Norden leben. Die bekanntesten Bergstämme sind die Tay, Hmong, Zao, weißen und schwarzen Thai (beide hauptsächlich aus dem Norden), und den Hoa. Jeder Bergstamm hat seine eigenen Bräuche und Dialekte und einige sprechen auch Vietnamesisch.

Sprache

Vietnamesisch, die offizielle Sprache, ist eine tonale Sprache, die mit Kambodschas offizieller Sprache, dem Khmer, verglichen werden kann. Jede Silbe kann mit sechs verschiedenen Tönen kombiniert werden, so dass sich die Bedeutung ändert und es Ausländern schwer fällt sich auf die Sprache einzulassen. Es gibt aber auch andere Sprachen, die in Vietnam gesprochen werden. Dazu gehört unter anderem Chinesisch, Khmer, Cham und andere Sprachen, die vor allem bei den Bergvölkern gesprochen werden. Obwohl es einige Ähnlichkeiten mit anderen südost-asiatischen Sprachen gibt, wie beispielsweise Chinesisch, wird vietnamesisch doch als eine eigenständige Sprachgruppe begriffen, obwohl sie mit zur austro-asiatischen Sprachfamilie gehören.

In geschriebener Form benutzen die Vietnamesen das römische Alphabet und versehen die einzelnen Buchstaben mit Lautzeichen. Dieses System des Schreibens bezeichnet man als Quoc Ngu, das von einem katholischen Priester im 17. Jahrhundert entwickelt wurde damit man seine Schriften lesen konnte. Wahrscheinlich hat dieses System, vermutlich teilweise nach dem Ersten Weltkrieg, die chinesischen Chu Nom-Zeichen ersetzt, die bis dahin jahrhundertelang die inoffizielle Schriftform war.