Hue
– Phong Na Nationalpark und Vinh Moc Tunnel
Zwischen 1802 und 1945 diente Hue unter den Kaisern der Nguyen
Dynastie als Vietnams Hauptstadt. Die Vergangenheit der Stadt
ist noch heute innerhalb der Mauern der Zitadelle und in der
Kaiserstadt sichtbar. Beide wurden während der Tet Offensive
1968 stark beschädigt, als die Kommunisten die Stadt vom
Süden her eroberten und sie für 3 Wochen hielten.
Heute ist, dank der Unterstützung von UNESCO, das Meiste
der Stadt getreu ihres alten Glanzes wieder hergestellt. Die
Kaiserstadt, im 19. Jahrhundert und nach Vorbild der Verbotenen
Stadt in Peking errichtet, besitzt viele Paläste und Tempel
im Inneren.
Ich war in Hue nur kurze Zeit, habe in 2003 eine Tour von Saigon
nach Hanoi gemacht und natuerlich auch in Hue Stopp gemacht.
Da Hue in erster Linie fuer die alte Kaierstadt beruehmt ist
habe ich meine Tour auch mit der Zitadelle begonnen, welche
architektonisch sehr interessant ist. Danach bin ich dann aus
Hue rausgefahren und habe die königlichen Gräber der
Nguyen Kaiser besucht. Hier sind vor allem die großartig
landwirtschaftlich verschönerten Gärten und die kunstvolle
Architektur der königlichen Graeber interessant. Am Abend
habe ich eine Bootsfahrt auf den ruhigen Gewässern des
Parfuemflusses unternommen, sollte man sich nicht entgehen lassen,
wenn man hier ist.
Am naechsten Tag habe ich einen Abstecher nach Vinh Moc gemacht,
welches in der demilitarisierten Zone liegt und von den Vietcong
zur Zeit des Vietnamkrieges angelegt wurde. In Vinh Moc gibt
es wie in Cu Chi ein Tunnelsystem, welches durchaus seinen Reiz
hat und weit weniger Besucher. Die Tunnel von Vinh Moc haben
eine Laenge von 2,8 Kilometer und anders als die Cu Chi Tunnel
im Süden des Landes sind die Tunnel in Vinh Moc unverändert
und geben einen authentischen Einblick in das Leben unter der
Erde.
Ebenfalls sehr interessant ist der Phong Nha Nationalpark.
Man faehrt zuerst zum Son Fluss, wo man ein Boot zu den berühmten
Höhlen von Phong Nha mietet. In dem Park gibt es einige
wunderschöne Kalksteinformationen, Grotten und Höhlen
zu sehen. Der Park beinhaltet auch Vietnams größten
urzeitlichen Wald und den größten Kalksteingebirgszug
der Erde. Die eindrucksvollste Höhle ist die Phong Nha
Höhle mit ihren vielen faszinierenden Steinformationen,
deren Namen beispielsweise „Der Löwe“, „Feenhöhle“,
„Königlicher Hof“ oder „Buddha“
lauten. Phong Nha rühmt sich außerdem seiner unterirdische
Flüsse, großen Höhlen und Durchgänge und
seiner breiten Sandbänke umgeben von kristallklarem Wasser.
Im Jahr 2003 erklärte die UNESCO diesen Park zum Weltkulturerbe.
Gut zu wissen: Dies ist die fünfte Weltkulturerbeauszeichnung
für Vietnam, nach der Halong Bucht, der ehemaligen Kaiserstadt
von Hue, dem alten Fischerdorf von Hoi An und den Cham Ruinen
von My Son.