Queensland
Im Juni 2006 bin ich zum ersten
Mal in Australien gewesen- das hat sich gut getroffen, denn zu
dieser Zeit habe ich in einem Reisebüro gearbeitet, das auf
Australien spezialsiert war. Nun, ich hatte zwar nur knapp 3 Wochen
Zeit, aber der Urlaub war einfach toll. Das hat schon bei der
Ankunft am Flughafen in Cairns, Queensland angefangen- ein super
freundlicher Empfang der Einwanderungsbehörde und danach
bin ich gleich nach Port Douglas gefahren. Ich muss ganz ehrlich
sein, die Zeit in Port Douglas ist für mich aus persönlicher
Sicht wunderschön gewesen und der Ort ist ideal zum entspannen
und eignet sich darüber hinaus auch noch als Ausgangspunkt
für einige Tagesausflüge-. Sehr schön ist der 4
mile Beach, der Yachthafen sowie das kleine Zentrum in Port Douglas
mit guten Restaurants. Für mich war Port Douglas ein super
Einstieg in Australien, sobald man in Port Douglas ist, ist der
ganze Stress weg.
Was ich sehr empfehlen kann, ist sich im Ort ein Apartment zur
Selbstversorgung zu mieten- das habe ich jedenfalls gemacht und
das ist auch viel persönlicher als ein Hotel, zumal einige
davon richtig gemütlich eingerichtet sind.
Die nächste Station ist
Cairns gewesen, nette, kleine Stadt, in denen ich die besten Milkshakes
meines Lebens getrunken habe. Cairns selber ist genau wie Port
Douglas ein hervorragender Ausgangspunkt um einige Tagesausflüge
in die Umgebung zu unternehmen. In Cairns sollte man sich die
folgenden Sehenswürdigkeiten nicht entgehen lassen: die Esplanade,
wo man wunderbar bei einem Bier entspannen kann und einen tollen
Blick auf das Great Barrier Reef hat- dann der Nachtmarkt (welcher
allerdings schon ab 17 Uhr öffnet)- hier findet jeder ein
Schnäppchen. Von Cairns starten ungefähr 170 Tagesausflüge;
die kann man natürlich nicht alle mitmachen, aber folgende
sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Hier ein kleiner
Tip, ich habe im Colonial Club Resort gewohnt, kann ich nur empfehlen,
klasse Pool, toller Service.
Kuranda ist absolutes Pflichtprogramm,
wenn man in Cairns ist, am besten in Verbindung mit dem Krokodilpark
oder dem Tjapukai-Aboriginal Park. Ich will hier keine Werbung
machen, aber es gibt einige Touranbieter, die alle möglichen
Kombinationen zu Kuranda anbieten. Ich habe zum Beispiel die folgende
Tour gemacht:
Morgens früh bin ich mit dem Bus zur Kuranda Eisenbanhnstation
gefahren, von wo aus der Kuranda Express nach Kuranda abfährt.
Diese ca. 25 minütige Eisenbahnstrecke wurde im späten
19. Jahrhundert gebaut und ist das Geld wert. Man fährt durch
die Berge, bis man schliesslich im Dorf Kuranda ankommt. Hier
kann man über den Markt bummeln, den Vogelpark besichtigen
und einen Kaffee trinken, bevor man sich langsam zur Kuranda Schwebebahn
begibt. Diese Fahrt über die Regenwälder ist einfach
nur schön und sucht seinesgleichen- man gleitet wirklich
über die Bäume des Dschungels und zwischendurch hat
man ein paar Mal die Gelegenheit an einigen Stationen auszusteigen
und sich die Umgebung anzusehen.
Tjapukai ist ein Themenpark, der von den Aborginals gegründet
und geführt wird- hier hat man die Gelegenheit einen Boomerang
zu werfen oder sich im Speerwerfen zu üben- übrigens,
das Buffet im Tjapukai Restaurant ist ausgezeichnet. Daneben gibt
es noch einige Vorführungen der Aborginals über die
Geschichte des Parks und der Ureinwohner Australiens.
Ein weiteres Highlight ist der
Daintree Nationalpark zusammen mit Cape Tribulation nördlich
von Port Douglas. Dies ist ein tagesfüllender Ausflug und
man muss da auch früh aufstehen. Zunächst geht es zur
Mossman Gorge, einer Schlucht mitten in den Regenwald, welcher
landschaftlich sehr schön ist und eine üppige Flora
und Fauna besitzt. Danach geht es weiter in das Daintree Rainforest
Habitat, wo man nach einer Tasse Kaffee und einem kleinen Snack
einen Rundgang durch das Gelände machen kann. Danach geht
es weiter Richtung Cape Tribulation- ein wunderschöner Strandabschnitt
inmitten des Regenwaldes, wo man übrigens auch in einer Lodge
günstig übernachten kann (je nach Kategorie). Cape Tribulation
wird auch als Ort beschrieben, wo der Regenwald ans Great Barrier
Reef grenzt. Hier besteht auch Gelegenheit zu einem überaus
reichhaltigen Mittagsbuffet mit lokalen Spezialitäten. Ich
hatte das Glück hier ein paar Guanas und Leguane zu sehen.
Anschliessend geht es weiter an einen Fluss im Mangrovengebiet,
wo man tunlichst nicht baden sollte- es sei denn, man mag als
Dessert für Krokodile enden. Die Bootsfahrt ist sehr spannend
und der Bootsmann hat meistens ein paar nette Anekdoten auf Lager
und versucht den Touris auch Krokodile oder Schlangen zu zeigen,
welche oftmals für das ungeübte Auge nicht sichbar sind.
Nachdem man wieder an Land ist, macht man sich nach einer Tasse
Tee langsam wieder auf den Rückweg nach Cairns.
Wer auf Rafting steht ist in
Queensland richtig- auf dem Barron oder dem Tully River kann man
ziemlich gut raften und das macht auch ziemlich Spass. Auf dem
Barron River kann man allerdings nur halbtags raften, da die Strecke
nicht so lange ist. Das ganze ist sicher und ungefährlich
und ein spritziges Vergnügen! Unbedingt ausprobieren! Es
besteht ausserdem die Gelegenheit im Fluss zu baden- diesmal ohne
Krokos, hehe.
Ich habe dann noch einen tollen
Tagesausflug aufs Great Barrier Reef gemacht, ist doch klar, tolle
Sache und gehört sowieso zum Weltkulturerbe. Die Fahrt zum
Riff dauert ca. 1 1/2 Stunden und geht tempomässig ziemlich
ab. Am besten man legt sich hin, sonst kann einem da ziemlich
übel werden. Nach der Ankunft auf der schwimmenden Station
kann man zu Mittag essen und danach schnorcheln, tauchen und schwimmen
und die Unterwasserwelt bestaunen. Es gibt ausserdem die Gelegenheit
in einem Glasbodenboot mitzufahren und diverse Fische zu entdecken.
Als ich dort war (Juni) ist das Meer jedoch superkalt gewesen-
hat aber trotzdem viel Spass gemacht. Das muss man einfach mitmachen,
ist eines der Highlights in Queensland.
Es gibt noch unzähliges
mehr zu unternehmen, wie ein Besuch der Undara Lava Hoehlen, aber
manchmal hat man einfach nicht die Zeit dazu. Australien ist einfach
nur klasse, die Leute sind so relaxt drauf und die Natur ist unheimlich
schön. Ich bin mir sicher, dass ich wieder dorthin gehen
werde und dann evtl fuer einige Monate, um ein bisschen mehr zu
sehen.
|