Island
Die meisten Leute gehen wahrscheinlich
im Sommer nach Island- ich jedoch bin im Februar mit einem Bekannten
dortgewesen. Die Temperaturen waren natürlich nicht hochsommerlich,
aber es war erstaunlicherweise auch nicht so kalt, wie man gewöhnlicherweise
annehmen würde. Mein Aufenthalt dort dauerte ca. eine Woche,
und das war auch ganz in Ordnung, zumal die Sonne nur 5 bis 6
Stunden sichtbar war.
Die ersten paar Tage sind wir in Reykjavik gewesen, der Hauptstadt
Islands, die ungefähr 200.000 Einwohner hat. Wie allgemein
bekannt ist sind die skandinavischen Laender nicht billig- ich
hatte jedoch das Glück für den Flug und das Hotel Sonderkonditionen
zu bekommen.
Die Landschaft Islands ist sehr zerklüftet und es gibt ziemlich
viele Berge, Vulkane und Geysire- Island, Land des Eis und Feuers
hat sehr viel Naturschönheiten zu bieten und ist nicht so
kalt, wie man glaubt. Es gibt überall heisse Quellen und
Geysire und man kann selbst im Winter im Freibad in den heissen
Thermen schwimmen- ein tolles Vergnügen- übrigens nicht
nur in der blauen Lagune. Ein Glas Bier kostet schon ungefähr
6 bis 7 Euro und wenn man für das Essen 18 Euro zahlt ist
man noch gut weggekommen. Komischerweise ist der Fisch auch nicht
billig, obwohl die meisten Leute in Island davon leben. Übrigens,
die Leute sind ziemlich eigen und merkwürdig, so meine Einschätzung.
Wir haben nach ein paar Tagen
einen Ausflug zum Wasserfall Gulfoss und den Geysiren gemacht,
ein tolles Erlebnis, zumal man einem Stop bei einem Reitstall
mit den berühmten Islandponys macht und die Landschaft wirklich
atemberaubend ist. Wie aus einer anderen Welt. Wir sind auch an
einem Krater vorbeigefahren, wo man vom Kraterrand in den Schlund
sehen konnte- das war dann auch für mich Premiere. Erstaunlicherweise
war der grosse, berühmte Wasserfall Gulfoss, der täglich
zig Tonnen Wasser mit sich trägt zugefroren-. Das ganze Gelände
war auch sehr vereist und verschneit, aber die Atmosphäre
hatte was für sich. Gut, dass wir Winterjacken dabei hatten,
es war nämlich eisig kalt. Die Tasse heissen Kakaos kam da
gerade recht zum aufwärmen. Die Geysire stossen im Abstand
einiger Minuten das heisse Wasser und Dampf in die Höhe-
ein Erlebnis für sich- man sollte allerdings ein bisschen
Abstand halten- sonst kann das eine heisse Angelegenheit werden.
Sowieso, im Umkreis einiger hundert Meter um die Geysire ist die
Luft ziemlich schwefelhaltig. So kalt Island auch ist, aber im
Inneren der Insel fliesst ziemlich viel Magma und deswegen kommt
es auch immer wieder zu Vulkanausbrüchen, wie z.B. auf der
Vestmanner Insel in den 70 er Jahren. Eiegentlich kann man davon
ausgehen, dass jedes Jahr ein Ausbruch stattfindet, manchmal aber
nicht so heftig ausfällt.
Die blaue Lagune ist natürlich
ein Dauerbrenner in Island- sollte man schon mal hingehen und
baden- eine tolle Wasserlandschaft, überall dampft es und
man kann sich mit Naturschlamm einreiben und im blauen Wasser
untertauchen und die Seele baumeln lassen. Der Eintritt ist auch
noch akzeptabel und man kann es dort schon einige Stunden aushalten.
Weiter ging es nach Hoefn oder
Hoefnafjodur, wohin wir mit einer 14 sitzigen Maschine geflogen
sind. Das war dann auch ein ziemlich turbulenter Flug und das
Wetter war auch nicht gerade sonnig. Der Flughafen ist einer der
kleinsten, die ich jemals gesehen habe, vom Rollfeld aus der Maschine
raus und nach 20 Meter war man in der kleinen Halle und nach 5
Metern an der frischen Luft. Nun, Hoefn selber ist ein kleiner
Ort mit einem kleinen Fischerhafen, wir waren dort die einzigen
Touristen, aber es war ganz nett dort. Auch das Essen ist etwas
billiger gewesen. Sonst gibt es nicht viele Attraktionen dort,
ich bin einmal dort ins Freibad gegangen und nach einem Tag sind
wir dann mit dem Bus wieder nach Reykjavik an einem Stueck zurückgefahren.
Die Fahrt war landschaftlich sehr schön und wir sind noch
an einem Lavafeld vorbeigefahren, wo es ein Stück einer Brücke
gab- unser Fahrer hat uns dann erklärt, dass dies nach einem
Vulkanausbruch dorthin geschleudert wurde. Da kann man sich dann
vorstellen, wie gewaltig so ein Ausbruch letztendlich ist. |